Ich bin wieder da – die Tücken der Technik

Natürlich wollte ich jetzt während der jüdischen Feiertage mich ein wenig „rarer“ machen – aber daß die Technik mich gleich komplett lahmgelegt hat, das war so gar nicht geplant.

Endlich geht wieder alles auf meiner Website und ich kann für Sie wieder in schöner Regelmäßigkeit schreiben…

Es gäbe so wahnsinnig viel aufzuholen, es passiert ja derzeit in der Welt soviel in einem atemberaubenden Tempo und immer wenn man meint, so – jetzt gibt’s `ne Pause, kommt schon wieder der nächste Irrsinn um die Ecke. Wahnsinn. Ob in Berlin oder Jerusalem oder Syrien, von Washington gar nicht zu reden… Hab ich was vergessen? Oh ja! Sehr viel. Aber – das werde ich jetzt nicht versuchen alles sozusagen „aufzuholen“, das ist dann zum Teil „Schnee von gestern“ – und was aktuell bleibt, kommt sowieso bald wieder zum Vorschein und dann kann ich mich darüber ja noch gerne auslassen.

Nun, aber – wie versprochen – bekommen Sie in diesen Tagen die Fortsetzung der „Funktion der Juden in Deutschland“, das ist ja ein Thema, das nicht vergeht und immer wahnsinniger wird. Wie war das gerade eben in Dortmund: „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!“ wurde da gebrüllt und die Polizei hat sich vornehm zurückgehalten? Und die Gewerkschaft der Polizei bittet auch noch um Verständnis, weil der Satz juristisch nicht angreifbar sei… Hm… Da kann man sich als Jude ja beruhigt wieder schlafen gehen, wenn das alles seine gesetzliche Ordnung hat.

Nun denn – machen wir also ab morgen weiter… meine Auslassungen über die Situation und die Funktion der Juden in Deutschland… Und, klar, über Nahost werde ich auch wieder schreiben, über Israel und Syrien, über die dicke Freundschaft zwischen Bibi und Wladimir, über S-300-Raketen und israelische Technologie, über die wunderbaren Aktionen des Iran und deren beste PR-Managerin, Frau Mogherini…

Aber: alles zu seiner Zeit. Eins nach dem anderen. Schön, daß Sie wieder dabeisein werden.

6 Gedanken zu „Ich bin wieder da – die Tücken der Technik

    1. 1. Yuval Noah Harari ist ein Visionär, der faszinierende und revolutionäre Ansichten vertritt. Er spricht aus grosser Tiefe, denkt jede Fragestellung so weit wie möglich durch und teilt seine Erkenntnisse in seinen Büchern mit der Menschheit. So weit, so gut.

      2. In einem Interview sagt Harari, jedes Land verstehe sich selbst als das beste. Er sagt das als Israeli, und auf Israel bezogen trifft diese Aussage auf jeden Fall zu. Ich habe in Deutschland nie die Empfindung gehabt, jemand denke, Deutschland sei das beste aller Länder. Man rühmt sich der deutschen Wirtschaftskraft, Deutschlands Vorreiterrolle im Umweltschutz, aber darüber hinaus ? –

      Das heisst, Harari mag sich bewusst sein, dass Nationalismus nicht Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit sein kann, zugleich aber trägt er die Idee eines wehrhaften Nationalstaates quasi angeboren in sich, und während er selbst kein religiöser Eiferer ist, sondern Atheist, geübt in spirituellen Praktiken, scheint er zumindest hier jenseits eines neuen Nationalismus den religiösen Tribalismus grosser Teile der Menschheit auszublenden.

      3. Im Islam sowie unter evangelikalen Christen lebt man in der Erwartung von Endzeit und Erlösung der Menschheit, die « von oben » erwartet wird. Sind die Gefahr eines Nuklarkrieges sowie die Gefahren durch den Klimawandel oder Künstliche Intelligenz in letzter Instanz von uns zu überwinden, oder nimmt man sie nicht eher als verheissungsvolle « Zeichen » auf dem Weg zu diesem Ziel wahr, oder auch als « Strafe Gottes » einer Menschheit, die Seiner nicht gedenkt ?

      4. Ich glaube, die Lösung bzw. Überwindung dieser Probleme im Grossen bedarf einer Quadratur des Kreises : Der Überwindung monotheistischer Religion. Wenn der Einzelne sich wieder berufen fühlte, sich selbst auf spirituelle Reise zu begeben und die Freiheit hätte, religiösen Dogmen zu entsagen, dann bestünde Hoffnung, aber solange grosse Teile der Menschheit an religiösen Denksystemen festhalten, können auch die drei Gefahren, die Harari nennt, nicht als gemeinsamer « Feind » verstanden werden, gegen den man sich, alle zusammen, verbünden würde.

      5. Was stattfinden müsste, wäre ein tiefgreifender Bewusstseinswandel, ein spirituelles Erwachen. Jeder beginne bei sich selbst. Für die Mächtigen der Welt wird Spiritualität (feminine Kraft, die sich dem Materialismus entgegenstellt) immer eine Gefahr darstellen.

      6. Zu Hararis Wahlempfehlung… Es wird immer offensichtlicher, dass Parteien genau jene Polarität zwischen Globalisierung und Nationalismus spiegeln. Auf Deutschland bezogen : Während die alten etablierten Parteien Globalisierung vor allem zugunsten von Wirtschaftswachstum befürworten, wächst die Anhängerschaft einer « neuen » Globalisierung mit Schwerpunkt auf der Beantwortung der grossen Fragen der Menschheit. Und auf der anderen Seite stehen die Nationalisten. Um zu verstehen, wer sich auf welche Seite schlägt, empfehle ich Jonathan Haidt’s « The Righteous Mind : Why Good People are Divided by Politics and Religion ».

      7. Wer am Ende « Recht » behält, die Apokalyptiker oder die transhumanistischen Überwinder, wird sich – wenn auch nicht mehr in unserer Zeit.. –, aufs Ganze bezogen jedoch schon bald zeigen.

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