Einfach mal nichts

Heute schreibe ich einfach mal „Nichts“. Nichts zu Corbyn’s Antisemitismus in England, nichts zum neuen Waffengesetz, das möglicherweise bald wirklich in Israel durchgesetzt ist, nichts über Erdogan, nichts über Frau Klöckner, nichts über Jihadisten in Berlin, nichts über Orbán und seine Volten, nichts über den Menschenverachter Salvini, der sich einen Sch…dr…. schert und mit Menschen in Not auf dem Mittelmeer eine ekelhafte, zynische Politik macht, die aber niemanden so wirklich in Europa interessiert, nichts über Manafort und Cohen, über Trump und seine widerlichen und bescheuerten Tweets, nichts über irgendeinen Nahost-Friedensplan, den Trump angeblich hat und den wir wohl nie wirklich zu Gesicht bekommen werden, weil es niemanden mehr interessiert.

Über all das will ich heute einfach nicht schreiben. Ich habe mich heute einfach entschieden, die Politik außen vor zu lassen. Mich nicht von den Schlagzeilen treiben zu lassen, mich nicht „verantwortlich“ zu fühlen für den Wahnsinn dieser Welt.

Heute saß ich mit einem sehr lieben und wichtigen Menschen beim Mittagessen. Wir aßen Ravioli mit Butter, Salbei und Parmigiano, tranken danach einen starken Ristretto und einen Averna. Ein lauer Wind wehte auf der Terrasse, es war warm, aber der Wind hatte schon ein ganz klein wenig von der herbstlichen Kühle mitgebracht, eine Vorahnung dessen, was auf Europa bald zukommt nach diesem aberwitzigen Sommer, der in Israel natürlich noch sehr lange weitergehen wird.

Wir saßen da. Und die Welt war für zwei Stunden einfach in Ordnung. Über so etwas „Banales“ schreibt man sonst eigentlich nicht, wenn man „politisch“ unterwegs ist. Heute tue ich es mal. Weil’s einfach nur schön war. Und die Politiker uns einfach mal am A…. vorbeigingen.

Das ist doch was…

2 Gedanken zu „Einfach mal nichts

  1. Ein schwacher Ristretto wäre keiner. Er ist stark weil bei gleicher Kaffeemenge nur halb soviel
    Heissdanpf die gleiche Menge Kaffeemehl durchdringt wie beim Espresso.. Der große geschmackliche Vorteil des Ristrettos ist der Fakt, dass er nicht bitter schmeckt. Wem nach bitter ist, kann wie Sie es hielten, zum Averno greifen. L’chaim!

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